Unter der Oberfläche

Man sieht nicht genau, was da im Wasser schwimmt. Ist es ein Tier, ein Gegenstand? Oder schwimmt es gar nicht, sondern ist es ein Stein oder ein Felsen, über den das Wasser hinwegschwappt und so in unserer Imagination in Bewegung gerät? Jedenfalls macht es uns neugierig, lässt uns die Sache beobachten, schließlich wollen wir ja wissen, was unseren Blick so einfängt, dass wir ihn von dem rätselhaften Etwas gar nicht mehr lösen können. Je länger wir zusehen, desto mehr verselbstständigt es sich in unserer Vorstellung. Allmählich verebben die Wellen, das Wasser wird ganz ruhig und klar. Jetzt löst sich das Rätsel. Erstaunlich, welche Reise die Imagination antritt, wenn man etwas nicht klar sieht, weil sich die Oberfläche bewegt.

 

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